2001 | 2002 | 2003 
 
 "Die Mögliche Übersetzung" 
Paris (Frankreich) - 25. März 2002 - Premio Grinzane Cavour

 "Die Othelloszene"
Triest (Italien) - 9. / 17. Mai 2002 - SSLMIT

 Interaktives Literatur-Forum: "Papier mit den Fingern befühlt"
Turin (Italien) - 16. Mai 2002 - Premio Grinzane Cavour

 Spagne di Spagna: Lingue e Culture di Spagna
Rom/Turin (Italien) - 16. November 2001 / 17.-19. Mai 2002 - Premio Grinzane Cavour/Università di Roma Tre

 Zyklus der Spezialisierung in literarischer Übersetzung
Brüssel (Belgien) - 4. Mai / 22. Juni 2002 - CETL (Centre Européen de Traducion Littéraire)

 "Migrantenbriefe"
Rom (Italien) - 21. / 28. Juni 2002 - Goethe-Institut

 Sommerkurse
Cambridge (Grossbritannien) - 14. / 20. Juli 2002 - BCLT

 Internationalen Übersetzungsworkshops für junge Übersetzer und Schriftsteller
Tarazona (Spanien) - 25. / 30. Juni - 18. / 20. Oktober 2002 - Casa del Traductor


DIE MÖGLICHE ÜBERSETZUNG
Paris (Frankreich) - 25. März 2002 - Premio Grinzane Cavour
Atelier über die Probleme bei der Übersetzung als Mittel des Wissensaustausches unter den Kulturen.




"DIE OTHELLOSZENE"
Triest (Italien) - 9./17. Mai 2002 - SSLMIT
Die Übersetzer- und Dolmetscherschule für Moderne Sprachen (SSLMIT) hat am 9. und 17. Mai 2002 einen zwei Tage umfassenden Workshop zum Thema „Die Othelloszene“ veranstaltet, die sich an angehende Akademiker und Akademikerinnen der Fakultät richteten und sich auf die literarische Übersetzung mit Schwerpunkt Übersetzung für das Theater bezogen. An dem Workshop haben Fachleute verschiedener Thema bezogener Sektoren über einen bestimmten Aspekt ihrer Tätigkeit referiert. Daraufhin wurde eine Diskussion über einen der grundlegenden Texte der von Shakespeare geschriebenen Theaterstücke eröffnet, nicht nur im Hinblick auf den Wert des literarischen Werks sondern auch bezugnehmend auf dessen Inszenierung und die interlinguistische Bearbeitung.


Zu Beginn der Diskussion zum Thema des Othello von Shakespeare wurde die Meinung der Theaterkritiker und der -regisseure gegenüber gestellt: „Die doppelte Welt des Othello“ von Prof. Franco Marenco der Universität von Turin und „Problem of realising Othello in England over the last two decades” von Prof. Richard Cave der Universität von London. Danach war die kritische Besprechung von Daniele Carpi an der Reihe, auf die eine Gegenüberstellung zweier berühmter Othello-Inszenierungen folgte: von Margaret Rose und von Antonio Costa. An der Diskussion haben David Snelling und Lorenzo Rega teilgenommen. Am 17. Mai haben sich die Teilnehmer dagegen auf die künstlerische Gestaltung von Calenda konzentriert, der über seine Absichten mit dem Publikum diskutiert hat, auf die dann Paolo Quazzolo und Michele Placido eingegangen sind. Abschließend die kritische Überlegung von Giuseppina Restivo: „Le voci di Iago, l’io di Otello” (Die Stimmen des Jago, das Ich des Othello)

An dem Workshop haben 10 angehende Akademiker und Akademikerinnen der Übersetzer- und Dolmetscherschule für Moderne Sprachen (SSLMIT) der Universität von Triest teilgenommen, die auf Grund ihres Forschungsbereichs und ihrer Examensarbeit ausgewählt worden waren. Die Dauer des Worksshops betrug jeweils acht Stunden an den Tagen 9. und 17. Mai 2002.





INTERAKTIVES LITERATUR-FORUM: "PAPIER MIT DEN FINGERN BEFÜHLT"
Turin (Italien) - 16. Mai 2002 - Premio Grinzane Cavour
Am Donnerstag, dem 16. Mai 2002, ist im Rahmen der Turiner Buchmesse das INTERAKTIVE LITERATUR-FORUM "LA CARTA SOTTO LE DITA" (Papier mit den Fingern befühlt) mit dem italienischen Schriftsteller Davide Longo, Gewinner des 21. Premio Grinzane Cavour, veranstaltet worden. . Das Vorhaben dieses Forums bestand darin, junge Leser anzusprechen und an einer on-line-Diskussion zu beteiligen, bei der herausgefunden werden sollte, welche Gefühle, Erwartungen und Motivationen sie bei der Buchauswahl haben, und darin, die Möglichkeiten der E-Mail-Interaktion zwischen Schriftsteller und Lesern aufzudecken (Leser schreiben ihren Lieblingsschriftstellern beispielsweise etwas über Themenvorschläge, neue Perspektiven für Handlung und/oder Figuren etc. und benutzen dazu die Website des Europäischen Netzes als aktives Forum der Diskussion über Bücher, Übersetzungen und Lektüre und als ideales Mittel des Kontaktes zwischen Leser und Autor). Das Forum ist auf der Website des Grinzane-Netzes Europa www.grinzane.net zu finden. Es wurde auf der Turiner Buchmesse von Giuliano Soria, dem Vorsitzenden der Kulturstiftung Premio Grinzane, und Vittorio Bo, dem Geschäftsführer des Verlags Einaudi, dem Publikum im Beisein des Autors Davide Longo vorgestellt, der als junger Schriftsteller sowie Drehbuchautor (Basketballspieler und Musiker) geeignet erschien, die Wünsche und Gefühle der anwesenden Jugendlichen zu verstehen und zu vermitteln. Das für die Diskussion vorgeschlagene Thema galt der Beziehung zwischen virtueller Realität und Lektüre, zwischen E-book und konventionellem Buch mit Berücksichtigung der Verbreitung von Literatur über das Internet und über die neuen Technologien und der neuen Kommunikationsmöglichkeiten und erzählerischen Fähigkeiten der on-line-Welt. Aus den Diskussionsbeiträgen ging hervor, dass weniger die visuelle Gestaltung des Buches und eher die Rezensierungen der Presse sowie die Tipps von Freunden ausschlaggebend sind, und dass einige Leser die Werke ihrer Lieblingsautoren besser zu kennen scheinen als die Schriftsteller selbst!




DIE SPANIEN SPANIENS: SPRACHEN UND KULTUREN SPANIENS
Rom/Turin (Italien) - 16. November 2001 / 17.-19. Mai 2002 - Premio Grinzane Cavour / Università di Roma Tre
Dieses Projekt verbindet zwei Atelier, die für eine Gruppe von Diplomanden der Universitäten von Rom und Turin organisiert wurden. Die Teilnehmer wurden in Abhängigkeit des Forschungsgebietes ihrer Examensarbeiten ausgewählt, die die Literatur in kastilianischer, katalanischer, galicischer, baskischer und okzitanischer Sprache aus Italien, Spanien und Frankreich betreffen.
Absicht war es, einige der repräsentativsten Schriftsteller der vier Sprachräume Spaniens vorzustellen und den Teilnehmern dadurch einen originalen, wenn auch nicht erschöpfenden Überblick über die Sprachen und Literaturen Spaniens, sowie den okzitanischen Raum im europäischen Mittelmeergebiet zu bieten. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, auf kultureller Ebene ein Interesse für die Wiederentdeckung wertvoller Traditionen zu wecken, die einer Minderheit angehören, aber deshalb kulturell nicht "minderwertig" sind. Um ein breiteres Publikum zu erreichen, folgte den Atelier eine Round-Table-Konferenz auf der Turiner Buchmesse.
In Rom haben sich in Anwesenheit des Dekans Mario De Nonno und der Dozenten und Lektoren der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften folgende Personen mit einem Beitrag zum Thema Lingue e culture di Spagna: le quattro voci di un’identità nazionale (Sprachen und Kulturen Spaniens: die vier Stimmen einer nationalen Identität) beteiligt: Giuliano Soria, Patxi Zubizarreta, Juan Madrid, Norbert von Prellwitz, Inoria Pepe Sarno, Giuseppe Bellini, Miquel de Palol, Alfredo Conde, Giuseppe Tavani.
In Turin wurde am 17. Mai 2002 das Thema Catalanismo, Catalogna e stato delle autonomie spagnole (Katalanismus, Katalonien und Staat der spanischen Autonomien) behandelt, mit Beiträgen von: Alfonso Botti, Marco Brunazzi, Joan Culla, Borjua de Riquer, Lucio Levi; am 18. Mai das Thema Spagne di Spagna (Die Spanien Spaniens): David Castello, Javier Cercas, Alfredo Conde, Miquel de Palol, Suso de Toro, Anjel Lertxundi, Juan Madrid, Patxi Zubizarreta,Giulia Lanciani, Danilo Manera und Giuliano Soria; am 19. Mai das Thema Lo “Spazio” Occitano – Catalano (Der okzitanische – katalanische "Raum"): Giuliano Gasca Queirazza, Teresa Totino, Xavier Bada, Xavier Lamuela, Denis Mallet und Domenico Vassallo; und schließlich das Thema Catalani in Italia, Italiani in Catalogna (Katalanen in Italien, Italiener in Katalonien): Carme Arenas, Rossend Arqués, Francesco Cesare Casula, Gabriela Gavagnin, Valenti Gómez, Josep Piera, Giuliano Soria, Francesc Vallverdù und Giuseppe Tavani.
Die Beiträge haben sich auf die vier Kultur- und Sprachräume Spaniens bezogen, die beträchtliche Unterschiede aufweisen, aber das gleiche stolze Bewusstsein der eigenen Identität teilen. Das offensichtliche Nationalgefühl dieser Regionen, das sich jetzt, nach Jahren der Unterdrückung durch den Zentralismus des Franco-Regimes, frei entfalten kann, hat in letzter Zeit auf internationaler Ebene ein Wideraufblühen des Interesses für diese sogenannten "kleinen Heimatländer" hervorgerufen. Ein Interesse, das auf kultureller Ebene auf die Wiederentdeckung wertvoller Traditionen von "Minderheiten" gerichtet ist und das durch einen der Öffentlichkeit zugänglichen Atelier auch die okzitanische Sprache betroffen hat, da der okzitanische "Raum", einer der kulturellen Juwele des Piemont, der Italien mit Spanien und Frankreich verbindet, unter sprachlichem, geschichtlichem, kulturellem und wirtschaftlichem Aspekt vorgestellt wurde.
Das Projekt gliederte sich in zwei Atelier, die am 16. November 2001 in Rom bzw. vom 17.-19. Mai 2002 in Turin stattgefunden haben.




"ZYKLUS DER SPEZIALISIERUNG IN LITERARISCHER ÜBERSETZUNG
Brüssel (Belgien) - 4. Mai / 22. Juni 2002 - CETL (Centre Européen de Traducion Littéraire)
Der Atelier hatte zum Ziel, die Ausbildung von Übersetzern von Texten für das Theater dahin zu orientieren, was der Beruf in Wirklichkeit bedeutet: Theater wird nicht übersetzt, um gelesen zu werden, sondern um in Szene gesetzt bzw. rezitiert zu werden.

Der Atelier für Übersetzer von Theaterstücken stand unter der Leitung von Andrè Marcowicz (Übersetzer von Dostojewski und Tschechow) und war nach dem Erfolg der vergangenen Veranstaltung wieder ein außerordentliches Event: Alle Teilnehmer bzw. angehenden Übersetzer hatten ein konkretes Übersetzungsprojekt. Darüber hinaus haben sie zusammen ein Stück übersetzt, das in dem kleinen Barock-Theater von Seneffe aufgeführt wurde.

Einige der Teilnehmer haben ihre Ausbildung zum Übersetzer für das Theater am Centre Européen de Traduction Littéraire (CETL) fortsetzen wollen, das daraufhin regelmäßig Übersetzungsexperten verschiedener Ausgangssprachen (Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch) eingeladen hat. Der Atelier findet auch im Jahr 2003 wieder statt.

Die Übersetzung von Theatertexten ist eine besondere Spezialisierung: Bisher gab es keine spezifische Ausbildungsform, aber jetzt findet diese Spezialisierung fast überall in Europa Beachtung. Das Centre Européen de Traduction Littéraire (CETL) hat dazu beigetragen, dass diesem Übersetzungsbereich und der Ausbildung mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Es hat Interesse bei vielen Workshop-Teilnehmer geweckt und mit diesem Projekt und der Herstellung von Kontakten zu Professionisten dazu beigeholfen, dass eine Anzahl der Workshopteilnehmer einen guten Start in das Berufsleben hatten. Claude Demarigny (für Spanisch), Jean-Pierre Richard und Jean-Michel Déprats (für Englisch), Ginette Herry (für Italienisch), Danièle Losman (für Niederländisch), Laurent Muhleisen (für Deutsch) haben mit den Teilnehmern am Atelier zusammengearbeitet, um ihnen die Theaterskripturen verständlicher und somit das Übersetzen von Theaterstücken leichter zu machen.

Die Atelierteilnehmer standen alle bereits in Kontakt zum Theater, als Schauspieler, als Regisseur, als Theaterübersetzer oder als angehender Übersetzer für das Theater, sie wurden auf Grund ihres Curriculums und ihrer Motivierung ausgewählt. An dem Atelier (an jedem Samstag vom 4. Mai bis 22. Juni) haben 24 Personen teilgenommen.




"MIGRANTENBRIEFE"
Rom (Italien) - 21./28. Juni 2002 - Goethe-Institut
Vom 21. bis zum 28. Juni 2002 hat in Rom ein Workshop zum Thema Migrantenliteratur mit dem Titel „“Qui non è qui – Lettere migranti” („Hier ist nicht hier-Migrantenbriefe“) stattgefunden. Der Workshop hatte zum Ziel, die von Migranten und Migrantinnen erzeugt Literatur in den Vordergrund zu rücken. Während sich in anderen Ländern diese Literatur bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet (In Deutschland beispielsweise ist bereits seit den fünfziger Jahren von einer vor allem innereuropäischen Migration zu sprechen), verhält es sich in dem Land Italien anders, in dem es in den achtziger bzw. neunziger Jahren zu den ersten Auswanderwellen kam.
Trotz allem handelt es sich um ein Phänomen, mit dem alle europäischen Unionspartner auf die gleiche Weise zu tun haben. Das Vorhaben des Workshops war es, neue Formen der Literatur und ungewöhnliche Stellungnahmen innerhalb des literarischen und musikalischen Panoramas sowie einige literarische Beispiele der europäischen Diaspora vorzustellen, um auch dem dabei vorhandenen kritischen Gedanken eine Stimme zu geben. Während des Workshops wurde in Nebenveranstaltungen der Beweis erbracht, dass die Konfrontation mit dem Thema der Migration eine Möglichkeit der Bereicherung für die jeweiligen Kulturen der Länder darstellt.

An dem Workshop haben Autoren aus circa zwanzig Ländern teilgenommen: aus Italien: Eraldo Affinati, Silvia Brè, Carmine Gino Chiellino, Marco Lodoli, Francesco Lo Savio, Melania Mazzucco, Gerhard Kofler; aus Somalien: Ali Mumin Ahad, aus Mozambique: Ana Maria Andrino, aus Tschechien: Zoenka Becker, aus der Türkei: Zehra Cirak, aus Brasilien: Tania Costa Cristiana de Caldas Brito und die Gruppe "i Limmazonas"; außerdem Maria de Lourdes Jesus (Kap Verdische Inseln), Gezim Hajdari und Anilda Ibrahimi (Albanien), Tamara Jadrejcic (Kroatien), Jan Koneffkr (Deutschland), Jarmila Ockayovà (Slowakische Republik), Kristin T. Schnider, Barbara Serdakowski (Polen), Ribka Sibhatu (Eritrea), Alexian Santino Spinelli (Rom), Christina Viragh (Ungarn) .

Die Beiträge haben ans Licht gebracht, wie wichtig das literarische und musikalische Schaffen für die Ausgwewanderten sei und welch großes Potenzial der Bereicherung für jeden Bürger das Zusammentreffen mehrerer Kulturen in sich berge. Im Mittelpunkt der Initiative stand die Literatur, da sie fähig ist, Sprache, Bilder und Konzepte von der „Einheit in der Diversität“ zu vermitteln. Das Archivio dell’Immigrazione Pubblica hat aus diesem Grund eine Sonderausgabe der multikulturellen Zeitschrift Caffè veröffentlicht.

Die von Migranten und Migrantinnen oder ihren Nachkommen hervorgebrachte Literatur spielt mehr als andere Literaturformen nicht nur eine künstlerische Rolle sondern auch eine soziale Rolle, indem sie als Brücke zwischen der lokalen und der zugewanderten Bevölkerung fungiert. In ihren Werken verarbeiten die Autoren ihre Erfahrungen, sie sprechen von ihrer Heimat, von ihren Vorfahren, und sie übernehmen teilweise sogar die linguistischen Traditionen.

Die Workshop-Teilnehmer haben die vielen verschiedenen Vorschläge und Erfahrungen als positiv bewertet. Der Workshop war ein Teil einer größeren Veranstaltung in der Zeit vom 21. bis 28. Juni 2002, bei der durch Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen ein Kontakt des Publikums zu den Protagonisten (Schriftstellern, Kritikern und Musikern) ermöglicht wurde. Das große Publikum hat bewiesen, dass diese für die heutige europäische Gesellschaft so bedeutende Initiative viel Beifall gefunden hat.
Der Workshop ist der Mitarbeit von 26 Schriftstellern, Kritikern und Studenten zu verdanken, die auf Grund ihres Lebenslaufes und ihrer integrationsfördernden Tätigkeit ausgewählt worden waren. Die Dauer des Workshops betrug 7 Tage, vom 21. bis zum 28. Juni 2002.



SUMMERKURSE
Cambridge (Grossbritannien) - 14./20. Juli 2002 - BCLT
Die Zielsetzung der Summer School bei diesem Projekt bestand darin, Übersetzer und Schriftsteller für eine Zeit von sieben Tagen zum Übersetzten und Informationsaustausch innerhalb von Konferenzen, Seminaren und Diskussionen zusammen zu bringen. Teilgenommen haben sowohl berufserfahrene Übersetzer und Übersetzerinnen als auch Anfänger im Metier. In vergangenen Jahr kamen die Übersetzer aus folgenden Ländern: Groß Britannien, Irland, Italien, Deutschland, Finnland, Schweiz, Portugal, Tschechische Republik, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Ungarn. Die Schriftsteller – in residence - waren Katharina Hacker, Aidan Mathews, Ignacio Martin de Pison, George Szirtes und Peter Zilahay. Der Workshop wurde in der Zeit vom 14. bis 20. Juli 2002 im Girton College in Cambridge veranstaltet. Morgens trafen die jungen Übersetzer sowie die Studenten des Studienganges Literary Translation aus den verschiedenen Ländern mit berufserfahreneren Übersetzern zusammen und arbeiteten mit ihnen unter Anleitung des Verantwortlichen des Workshops und der Schriftsteller an Übersetzungen. Nachmittags hielten Fachleute aus der Verlagswelt Vorträge zu den am Morgen behandelten Argumenten.
Für die Summer School wurde wie folgt geworben:
- auf der Website des British Centre for Literary Translation
- über den British Council
- durch die Gewinner des Übersetzungswettbewerbs des British Council
- durch die Verteilung und den Versand von Prospekten des British Centre for Literary Translation
- über das Netzwerk für Übersetzung RECIT
Die Summer School hat ihren guten Ruf und ihre Bekanntheit für hervorragende literarische Übersetzungen gefestigt:
- durch die Veranstaltung von Meetings mit Schriftstellern und Übersetzern bekannter Schulen
- durch die Herstellung von Kontakten zwischen literarischen Übersetzern unterschiedlicher sprachlicher Herkunft und Tradition
- durch den organisierten Informationsaustausch zwischen Übersetzern mittels Workshops, Meetings und Diskussionen
- durch die Einrichtung eines Ambiente, in dem junge Übersetzer und Übersetzerinnen aus den Ratschlägen erfahrener und gut vorbereiteter Übersetzer lernen können
Mindestens einer der Übersetzer hat auf Grund einer in der Summer School erstellten Übersetzung einen Vertrag mit einem Verleger abschließen können.
Einige der in der Summer School erarbeiteten Übersetzungen sind sowohl im Internet als auch in der Presse veröffentlicht worden.
In der Zeitschrift des British Centre for Literary Translation “In Other Words” sind Kurzfassungen der in der Summer School abgehaltenen Diskussionen und Vorträge erschienen.
An den Kursen der Summer School haben 50 Übersetzer und Übersetzerinnen teilgenommen, die auf Grund ihrer schulischen Ausbildung und beruflichen Erfahrung mit Hilfe der o.g. Kanäle ausgewählt worden waren.
Infolge des im Jahre 2002 verzeichneten Erfolges wird die Summer School 2003 erneut im Girton College stattfinden.





INTERNATIONALEN ÜBERSETZUNGSWORKSHOPS FÜR JUNGE ÜBERSETZER UND SCHRIFTSTELLER
Tarazona (Spanien) - 25. / 30. Juni - 18. / 20. Oktober 2002 - Casa del Traductor

1 - Globale Auswertung des Projekts bezüglich der Zielsetzungen
Den Workshops kommt die Aufgabe zu, angehenden Übersetzern und jungen Schriftstellern einen Kontakt zu erfahrenen Autoren und Übersetzern zu gewährleisten. Die Workshops haben zu drei verschiedenen Zeitpunkten stattgefunden: Ende Juni und im Oktober in Tarazona und Mitte Juli während der von dem British Centre for Literary Translation organisierten Summer School in Cambridge. Die Zielsetzungen bestanden darin, einen Beitrag zu der beruflichen Ausbildung zum Übersetzer zu leisten und die Schriftsteller mit den Schwierigkeiten, den Methoden der Wortwahl und den Arbeitsmethoden des literarischen Übersetzers bekannt zu machen. In dieser Hinsicht sind wir der Meinung, die oben genannten Ziele erreicht und den angehenden Übersetzern die Gelegenheit geboten zu haben, in direktem Kontakt mit erfahrenen Autoren zusammen zu arbeiten und Übersetzungen mit Unterstützung von Experten im Bereich Übersetzung und Leitung literarischer Workshops auszuführen. Ein Beweis für die sehr guten Resultate ist die Entscheidung der Universität von Barcelona: Die Studenten und Studentinnen des Aufbaustudienganges für literarische Übersetzung sollen im kommenden Jahr an den Workshops teilnehmen.

2 - Die internationalen Übersetzungsworkshops für junge Übersetzer und Schriftsteller haben vom 25. bis zum 30. Juni und vom 18. bis zum 20. Oktober in Tarazona und vom 22. bis zum 26. Juli 2002 in Cambridge stattgefunden. Insgesamt haben circa 20 Personen (Schriftsteller, Übersetzer und Dozenten) in Tarazona und circa 60 in Cambridge teilgenommen. In Cambridge zugegen waren alle spanischen Teilnehmer des Workshops in Tarazona und außerdem der Autor Ignacio Martin de Pisón.
Die Übersetzer haben Gruppen gebildet, um jeweils zu verschiedenen Zeitpunkten mit den Gast-Autoren zusammen zu arbeiten. Während des Workshops haben alle Übersetzer, Spanier und Engländer, die Möglichkeit gehabt, sowohl an Prosatexten als auch an Gedichten zu arbeiten.

3 - Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
Wir meinen, dass die Teilnahme an den Workshops den jungen Übersetzern dazu verhilft, eine Methode der Textbearbeitung zu erwerben: aufmerksames Lesen des zu übersetzenden Textes, Erstellen einer ersten Übersetzung, in der sich die textlichen Schwierigkeiten herausstellen, Vergleich mit den Versionen der anderen Übersetzer, Diskussion in der Gruppe, Besprechen der Zweifel mit dem Autor und Erstellen der endgültigen Version. Gleichzeitig bot sich den Übersetzern die Gelegenheit, verschiedenartige Texte (Prosa und Gedichte) zu bearbeiten.
Eines der übersetzten Gedichte, "Birds of East London" von Stephen Watts, wird demnächst als zweisprachige Ausgabe mit einem die Arbeit des Übersetzens betreffenden Vorwort innerhalb der von dem Verlag Casa del Traductor. herausgegebenen Reihe Cuadernos de Tarazona veröffentlicht
Sowohl im Falle der jungen als auch der erfahrenen Autoren haben die Workshops dazu beigetragen, die von den Übersetzern ausgeführte Arbeit und deren Strategien der Problemlösung bei der Übersetzung von Texten besser kennen zu lernen.