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 "Populärwissenschaftliches Schreiben und redaktionelle Fertigkeiten” 
Triest (Italien) - 18. März / 2. April 2003 - Übersetzer- und Dolmetscherschule für Moderne Sprachen

 "Das literarische Italien: zeitgenössische Schriftsteller im Vergleich"
Salamanca (Spanien) - November 2002 - Universität Salamanca/ Premio Grinzane Cavour

 "Grinzanelektüren" 
Cosenza (Italien) - 4. Dezember 2002 / 17. März 2003 - Premio Grinzane Cavour

 "Internationales Lektürenetzwerk"
Januar / Juni 2003 - Premio Grinzane Cavour (Italien)

 Workshop mit Bernardo Atxaga
Turin (Italien) - 30. August - 1. September 2003 - Premio Grinzane Cavour

 Biblioquiz 2003
Vom 2. Juni bis 31. Juli 2003 - Österreichisches BibliotheksWerk (Österreich) – Premio Grinzane Cavour (Italien) – Centre National de Littérature (Luxemburg)

 Sommerkurs
Cambridge (England) – 13.-19. Juli 2003 – Britisches Zentrum für literarische Übersetzungen („British Centre for Literary Translation“)

 Workshops zum Thema Übersetzungen für das Theater
Seneffe (Belgien) - 9. November 2002 / 11. Oktober 2003 - Europäisches Zentrum für literarische Übersetzungen (Centre Européen de Traducion Littéraire, CETL)

 Workshops zur literarischen Übersetzung in Fremdsprachen
Seneffe (Belgien) – 30. November 2002 / 26. Oktober 2003 - CETL

 XI. Tage der literarischen Übersetzung
Tarazona (Spanien) – 17./18./19. Oktober 2003 – Casa del Traductor

 Neue Horizonte für die deutsche Bühne
Februar / Juni 2003 - Goethe Institut




"EPOPULÄRWISSENSCHAFTLICHES SCHREIBEN UND REDAKTIONELLE FERTIGKEITEN"
Triest (Italien) - 18. März / 2. April 2003 - Übersetzer- und Dolmetscherschule für Moderne Sprachen

Am 18. März und am 2. April 2003 hat die Übersetzer- und Dolmetscherschule für Moderne Sprachen (SSLMIT) in Triest für eine Gruppe von Diplomanden der Fakultät zwei Seminartage zum Thema „Populärwissenschaftliches Schreiben und redaktionelle Fertigkeiten“ veranstaltet. Die Teilnehmer wurden auf Grund ihrer jeweiligen Forschungsbereiche für ihre Abschlussarbeit mit verschiedenen Übersetzungsgebieten ausgewählt (literarische Prosa, Theater, Sachbücher zu Architektur und Kunstgeschichte). Das Seminar, das sich an Dozenten, Studenten und Diplomanden richtete, wurde von Dott. Rino Alessi gehalten, seit 1982 Berufsjournalist, 1980 bis 1987 Redakteur bei „La Repubblica“, Mitarbeiter zahlreicher Tageszeitungen und Zeitschriften, Übersetzer und Herausgeber von Sachbüchern und literarischen Werken für die Verlage Rizzoli und Frassinelli. Die Gesamtdauer des Kurses betrug zehn Stunden.
Vom Standpunkt des Seminarerfolgs kann man feststellen, dass die vorher festgelegten Ziele erreicht wurden, da es den Teilnehmern möglich war, ihre Kenntnis der Schreibtechniken im journalistischen und editorischen Bereich auf mehreren Ebenen zu vertiefen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Aspekte der Übersetzung und der Gemeinverständlichkeit gelegt wurde.
Der Kurs fand im Rahmen eines langfristigeren Projekts der SSLMIT Triest statt, das den Studenten und Absolventen die Möglichkeit bieten soll, sich die Instrumente für die praktische Anwendung der im Studium erworbenen linguistischen und übersetzerischen Kompetenzen in der Berufstätigkeit im Verlagswesen und der Kommunikation mit dem Publikum anzueignen. In diesem Sinne sollten Anregungen zur Reflexion und analytische Strategien geboten werden, um die Effizienz eines Textes, sei es in Übersetzung oder in der Originalsprache, im Hinblick auf seine Veröffentlichung für ein breites, nicht ausschließlich aus Fachleuten bestehendes Publikum zu bewerten. Die behandelten Textarten wurden hauptsächlich aus literarischen Prosatexten, populärwissenschaftlichen Sachtexten sowie Kommentaren und Hintergrundartikeln ausgewählt, die für die Veröffentlichung in Zeitschriften oder Tageszeitungen bestimmt sind.
Vom Standpunkt des Seminarerfolgs kann man feststellen, dass die vorher festgelegten Ziele erreicht wurden, da es den Teilnehmern möglich war, einige Aspekte in Verbindung mit den Schreibtechniken zu vertiefen. Die besondere Herangehensweise, die von der Selbstanalyse einiger vorher von Absolventen vorgelegten Texten ausging, mündete in eine starke Einbeziehung und Beteiligung der Kursteilnehmer. Vor allem führte die Perspektive der Allgemeinverständlichkeit, die im Seminar im Vordergrund stand, dazu, dass die Verschiedenheit der Interessen- und Kompetenzgebiete durch die jeweiligen Forschungen für die Abschlussarbeit die gemeinsame Teilnahme keineswegs behinderte, sondern im Gegenteil einen kontinuierlichen Meinungsaustausch innerhalb der Studentengruppe ermöglichte. Die Teilnehmer zeigten in der Tat große Aufmerksamkeit und Interesse sowie innere Anteilnahme und konstruktive Vorschläge in ihren Beiträgen, so dass sie schließlich die Effizienz einiger von ihnen selbst vorgeschlagener Schreibtechniken in der konkreten Anwendung an Texten betätigt finden konnten.





"DAS LITERARISCHE ITALIEN: ZEITGENÖSSISCHE SCHRIFTSTELLER IM VERGLEICH"
Salamanca (Spanien) - November 2002 - Universität Salamanca/ Premio Grinzane Cavour

Die Universität Salamanca hat in Zusammenarbeit mit dem Literaturpreis Grinzane Cavour den Workshop „Das literarische Italien: zeitgenössische Schriftsteller im Vergleich“ veranstaltet.
Das Treffen, an dem Schriftsteller, Journalisten und Universitätsprofessoren teilnahmen, erfuhr den Zuspruch eines breiten Publikums, das zum größten Teil aus spanischen Italianisten bestand.
Die Initiative fand im Rahmen von „Salamanca Europäische Kulturhauptstadt 2002“ statt.
Sie gehörte zu einem Programm, das Begegnungen zwischen Lesern und Schriftstellern umfasst, um die Lektüre zu fördern. Vom Standpunkt des Erfolgs aus können wir feststellen, dass die gesetzten Ziele erfüllt wurden, was unter anderem durch den starken Publikumszustrom bestätigt wurde, der die Gelegenheit zu kulturellem Austausch auf internationaler Ebene gab.
Die Beiträge der zum Gespräch geladenen Schriftsteller ergaben das konkrete Portrait einer neuen Generation von Schriftstellern, die in der Literatur das Italien des neuen Jahrtausends darzustellen und der Kultur ihre Stimme zu verleihen vermag, die sich nach dem 11. September damit auseinandersetzt, was es bedeutet zu schreiben, und sich fragt, wie den Lesern das Lesevergnügen vermittelt werden kann.
Folgende Schriftsteller nahmen an der Veranstaltung teil: Arnaldo Colasanti, Raffaele Crovi, Gianni Farinetti, Raffaele Nigro, Romana Petri, der Journalist Sergio Buonadonna (Il Secolo XIX) sowie die Professoren Paulino Matas Gil, Vicente Gonzalez Martin und Giuliano Soria. Unter den Zuhörern befand sich auch eine Gruppe von 20 ausgewählten Studenten der Universität Salamanca.
Dank der Zusammenarbeit zwischen der Universität Salamanca und dem Premio Grinzane Cavour war die Veranstaltung auch beim Publikum erfolgreich. Die Schriftsteller vermittelten den Anwesenden das Image einer Literatur, die sich einer guten Gesundheit erfreut und auch die schwierigsten Herausforderungen annimmt, ohne sich auf den Lorbeeren einer Kritik auszuruhen, die immer häufiger leichte Titel auszeichnet.
Diese Begegnung stellte eine breitenwirksame Förderung der Lektüre dar – Voraussetzung für unsere Autoren, dass sie bekannt, gelesen und angehört werden.






"GRINZANELEKTÜREN"
Cosenza (Italien) - 4. Dezember 2002 / 17. März 2003 - Premio Grinzane Cavour

Das Projekt „Grinzanelektüren“ setzt sich die Einladung zum Lesen zum Ziel, indem es die tragende Philosophie des „readers development“ aufnimmt, die nicht mehr das Buch und seinen Autor, sondern die Lektüre und den kreativen Akt des Lesens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt.
Das Lesen wird auf diese Weise zu einem Aspekt im Erziehungs-, Lern- und Ausbildungsprozess, der die jungen Leute aus ganz Italien direkt und konkret einbezieht. An diesem Projekt waren zahlreiche Institute beteiligt, die seit Jahren eine Politik der konkreten Kulturförderung bei den Jugendlichen verfolgen, z.B. durch die Verbreitung von Texten zur Lektüre, die nicht zum Lehrplan gehören: eine mögliche Art, Jugendliche zu Protagonisten der kulturellen Prozesse in der Gegenwartsgesellschaft zu machen.
Unserer Meinung nach sind die vorher festgelegten Ziele voll erreicht worden und die begeisterte Teilnahme der Jugendlichen bewies, wie nützlich diese Initiative war.
Die Schüler, die an dem Projekt teilnahmen, erhielten drei zeitgenössische erzählende Werke zur Lektüre und erarbeiteten dann eine Rezension. Die analysierten Bücher waren: Erri De Luca (Montedidio – Feltrinelli, dt. Ich bin da), Raffaele Nigro (I fuochi del Basento – Giunti, dt. Die Feuer am Basento) und Domenico Starnone (Via Gemito – Feltrinelli). Eine Kommission aus den Generaldirektoren der Regionalen Schulbehörden Kalabriens und Lukaniens und den Leitern der Tageszeitungen „Gazzetta del Sud“ und „Il Quotidiano di Calabria“, dem Vorsitzenden der Sparkassenstiftung Kalabriens und Lukaniens, Mario Bozzo, und dem Präsidenten des Premio Grinzane Cavour, Giuliano Soria, wählte die besten Rezensionen aus. Sie wurden dann in den Tageszeitungen „Gazzetta del Sud“ und „Il Quotidiano di Calabria“, die an der Initiative mitgearbeitet hatten, und auf der Website des Netzwerks Grinzane Europa veröffentlicht.
Das Projekt fand seinen Abschluss mit einer Begegnung am 17. März 2003 in Cosenza, in der alle beteiligten Schüler die Rezensionen der modernen Erzählwerke auf der Leseliste diskutierten und ausarbeiteten. Referenten waren der spanische Schriftsteller Alfredo Conde, der irakische Schriftsteller Younis Tawfik und die italienischen Autoren Arnaldo Colasanti, Raffaele Nigro, Romana Petri, Domenico Starnone und Alain Elkann.
An der Veranstaltung nahmen insgesamt 46 Schüler aus den Abschlussklassen des humanistischen Gymnasiums „Pasquale Galluppi“ in Catanzaro, des Höheren Bildungsinstituts „Sant’Arcangelo“ (Potenza) und des humanistischen Gymnasiums „Gioacchino da Fiore“ in Rende (Cosenza) teil.





"INTERNATIONALES LEKTÜRENETZWERK"
Januar / Juni 2003 - Premio Grinzane Cavour (Italien)

Durch diese Begegnungen wird das Lesen zu einem Teil des Erziehungs-, Lern- und Ausbildungsprozesses, der direkt und konkret vor allem junge Leute einbezieht.
Die beteiligten Institute verfolgen seit Jahren eine Politik konkreter Kulturförderung für Jugendliche, in diesem Fall durch die Verbreitung der Lektüre von zeitgenössischen Erzähltexten: Auf diese Art werden die Jugendlichen aktiv an den kulturellen Prozessen der Gesellschaft, in der sie leben, beteiligt.
Die Initiative will dazu beitragen, italienische und ausländische erzählerische Werke zur Geltung zu bringen und in der Schule die Gewohnheit zu fördern, Prosatexte zu lesen und die Entwicklung von Autoren zu verfolgen, die nicht immer in den Lehrplänen behandelt werden. Das Projekt zielt darauf ab, bei den Jugendlichen eine größere geistige und kulturelle Offenheit zu entwickeln und ihnen zu helfen, den Geist zeitgenössischer Autoren zu verstehen.
Dies sind die Ziele, mit denen der Premio Grinzane Cavour ein Internationales Lektürenetzwerk organisiert, das sich an Schüler der Oberstufe in Italien und im Ausland richtet (Brüssel, New York, Paris, Buenos Aires, Berlin, Prag, Tokio, Fiume, Stockholm) und insgesamt 22 Schulen und 286 Schüler einbezieht. Die Auswahl der Institute basiert auf einer Liste, die vom Erziehungsministerium und dem Außenministerium erstellt wurde. Sie decken unterschiedliche geographische und demographische Bereiche ab und repräsentieren alle Schultypen (mit einem Schwerpunkt auf humanistischen Schulen).
Im Juni treffen sich Vertreter der verschiedenen Schulen in Turin, um auf der Grundlage der vorgeschlagenen Texte gemeinsam über ihre Entscheidungen zu diskutieren und so ihre Vorlieben zum Ausdruck zu bringen.

Die sechs Werke, die von den Mitgliedern der Jury des Premio Grinzane Cavour ausgewählt und den Schülern zur Lektüre gegeben wurden, waren:

für die italienische Erzählkunst:
Alberto Asor Rosa - L’alba di un mondo nuovo - Einaudi
Boris Biancheri - Il ritorno a Stomersee - Feltrinelli
Clara Sereni - Passami il sale - Rizzoli

für die ausländische Erzählkunst:
Javier Cercas - Soldaten von Salamis - Guanda
Miljenko Jergovic - Mama Leone - Libri Scheiwiller
Ahmadou Kourouma - Allah muss nicht gerecht sein - Edizioni e/o

Die genannten Bücher wurden den verschiedenen Lesezentren geschickt. Den Vorzug gaben die Schüler dieses Jahr den Romanen von Javier Cercas und Boris Biancheri.
Das Lektürenetzwerk stellt ein wertvolles Beispiel für ein institutionelles Lesezentrum dar, um die Werke, die beim Premio Grinzane Cavour ausgezeichnet wurden, zu analysieren und darüber abzustimmen.
Dank dieser Lesezentren lässt sich auch erfassen, wie die Entscheidungsparameter der Jugendlichen gleichen Alters sich je nach dem sozialen Umfeld, in dem sie leben, ändern.
Der kulturelle Kontext, in dem die Jugendlichen aufwachsen, beeinflusst und konditioniert die Interpretation eines literarischen Werks stark. Die Ergebnisse sind hilfreich, um eine Übersicht über die Gewohnheiten und den Geschmack der jungen Leser zu erhalten und Institutionen wie unsere zu unterstützen, die immer im Kontakt mit Jugendlichen arbeiten, diese besser zu verstehen und ihren Ansprüchen in Sachen Lektüre immer mehr entgegenzukommen.





WORKSHOP MIT BERNARDO ATXAGA
Turin (Italien) - 30. August / 1. September 2003 - Premio Grinzane Cavour

In Seminaren, Begegnungen mit Autoren, Übersetzungen von Texten erhalten die sogenannten kleineren Sprachen die literarische Würde, bei einem breiteren Publikum, das über die regionalen Grenzen der Sprache hinausgeht, verbreitet und verstanden zu werden. Bei unserer Veranstaltung stand der Autor im Vordergrund und setzte sich im Gespräch mit einer Gruppe junger Übersetzer auseinander. Ergebnis des Workshops war der kleine dreisprachige Band mit dem Titel "Metodo per scrivere un racconto con scioltezza" (Wie man eine flüssige Erzählung schreibt), der vom Premio Grinzane veröffentlicht wurde.
Das Seminar mit dem baskischen Schriftsteller Bernardo Atxaga (Pseudonym für José Irazu Garmendia) fand vom 30. August bis zum 1. September 2003 in Turin statt.
An dem Workshop nahm eine Gruppe von 14 Studenten spanischer Literatur teil, die gemeinsam mit dem Schriftsteller eine Erzählung analysierten, die er auf Euskara geschrieben und selbst ins Spanische übersetzt hat.
Die beiden Texte wurden verglichen und auch ins Italienische übersetzt.
Durch die Veröffentlichung von Erzählungen, die in kleineren Sprachen geschrieben und dann übersetzt wurden, was übrigens für den Premio Grinzane keineswegs ein neues Engagement darstellt, werden als Hauptziele, wie bereits angedeutet, die Erweiterung des kulturellen Dialogs zwischen Ländern verschiedener Sprachen und die Sensibilisierung der Jugendlichen gegenüber Sprachen erreicht, die keine große Verbreitung haben und zu spezifischen geographischen Realitäten gehören. Bei solchen Begegnungen lernen die jungen Leute im Gespräch mit dem Schriftsteller die Schwierigkeiten und Hindernisse kennen, mit denen ein Autor, der auf diese Weise an seine Traditionen gebunden ist, sich auseinandersetzen muss, um nicht nur auf lokaler Ebene Reaktionen zu erhalten und wahrgenommen zu werden. Die Jugendlichen haben so erlebt, dass es wichtig und wesentlich ist, von vielen verstanden zu werden. In diesem Zusammenhang steht die Arbeit des Übersetzers, bei dessen schwierigem Prozess allerdings die Originalsprache nicht verleugnet werden darf.





BIBLIOQUIZ 2003
Vom 2. Juni bis 31. Juli 2003 - Österreichisches BibliotheksWerk (Österreich) - Premio Grinzane Cavour (Italien) - Centre National de Littérature (Luxemburg)

An diesem Online-Projekt nahmen 187 Menschen teil. Die Teilnehmer kamen aus Österreich, Belgien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Japan, Luxemburg und der Schweiz.
Aus den Registrierungsarchiven („Logfile“) geht hervor, dass 12.210 Nutzer die Seite mit den Fragen besucht haben (wobei sie sich mindestens eine Minute lang dort aufhielten).
Der Informationsrücklauf („Feedback“) war extrem positiv. Wir haben unsere Ziele erreicht, die Welt der Literatur und der Kultur mit der Welt der modernen Technologien in Verbindung zu bringen. Bleibende und langfristige Vorteile: Für die Übungskurse bleibt das Quiz auch nach dem Abschlussdatum online, und gleichzeitig haben einige deutsche Organisationen begonnen, das Biblioquiz in ihre Schulprojekte aufzunehmen.

Das „Biblioquiz 2003“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen 5 Partnern aus 3 verschiedenen Ländern:
- Österreichisches BibliotheksWerk (A - Salzburg; Projektleitung);
- Amt für Bibliothekswesen (I - Bozen);
- Bibliotheken-Service für Schulen (A - Wien);
- Centre national de littérature (L - Mersch);
- Premio Grinzane Cavour (I - Turin).

In der Zusammenarbeit mit weiteren Partnern könnte das Biblioquiz zu einem europäischen jährlichen Online-Event werden. Auch die Literatur und Kultur der neuen Ländern im Osten der EU könnten in das Quiz einbezogen werden.
Der Informationsrücklauf („Feedback“) zeigt ein großes Interesse an der Recherche zu literarischen und kulturellen Themen, was ermutigend und anregend ist. Das Niveau der Fragen schien genau richtig zu sein. Was wir optimieren und intensivieren möchten, ist die PR, so dass viel mehr Menschen von diesem facettenreichen Projekt Kenntnis erhalten. Tatsächlich haben wir die Mühe unterschätzt, die für die Organisation und Verwaltung eines multinationalen, mehrsprachigen Quiz erforderlich ist, aber die Ergebnisse haben den Energie- und Investitionsaufwand gerechtfertigt. An diesem Projekt sind große Verlagshäuser interessiert, es stellt also sicher kein Problem dar, Unterstützer für die Preise zu finden. Die Arbeit der nationenübergreifenden Gruppe hat bei diesem Projekt zu einer Intensivierung der Kontakte und so auch zu weiterer Zusammenarbeit bei anderen Fragen geführt.






SOMMERKURS
Cambridge (England) - 13./19. Juli 2003 - Britisches Zentrum für literarische Übersetzungen ("British Centre for Literary Translation")

Ziel des Projekts war, Literaturübersetzer und Schriftsteller für eine Woche zusammen zu bringen, damit sie miteinander in Workshops, Konferenzen, Seminaren und Debatten übersetzen und diskutieren können. Zu den Teilnehmern gehörten junge und ältere Übersetzer, berufserfahrene und Berufseinsteiger, und diese Mischung mit verschiedenen Sprachen und Erfahrungen ist für den Erfolg der Kurse entscheidend. Dieses Jahr kamen die Übersetzer aus England, Irland, Italien, Deutschland, Finnland, Schweden, Portugal, der Tschechischen Republik, Rumänien, Bulgarien, Albanien und Ungarn. Sie nahmen an Workshops für die Ausgangssprache Englisch in die Sprachen italienisch/deutsch/spanisch und umgekehrt sowie an Gedichtseminaren für spanisch-italienisch und mehrere Sprachen teil. Die Schriftsteller in residence waren Katharina Hacker, Aidan Mathews, Ignacio Martin de Pison, George Szirtes und Peter Zilahay. Das Britische Zentrum für literarische Übersetzungen (BCLT) organisierte diesen Sommerkurs dieses Jahr zum dritten Mal. Aufgrund des gestiegenen Interesses (dieses Jahr gab es 50 Teilnehmer) durch den zunehmenden Ruhm im Hinblick auf die Verdienste wurde er zum ersten Mal im Girton College in Cambridge und nicht in der University East Anglia abgehalten.

Für den Sommerkurs wurde auf verschiedene Art geworben, und zwar:
i) auf der Website des BCLT und in den Diskussionsgruppen via E-Mail
ii) über das British Council
iii) über die Universitätsprogramme für Übersetzungsstudien in ganz Europa
iv) mit Werbedrucksachen des BCLT
v) über das Netzwerk für Übersetzung RECIT

Es wurden Voll- und Teilstipendien gewährt. Um ein Stipendium zu beantragen, mussten die Teilnehmer ihren Lebenslauf mit einem Begleitschreiben einsenden, in dem sie ihre Erfahrung und ihr Interesse für die literarische Übersetzung als Berufstätigkeit darstellten und begründeten, warum sie ein Stipendium für den Kursbesuch beantragten. Soweit möglich wurden dabei vorrangig Teilnehmern berücksichtigt, die vorher noch nie ein Stipendium für den Sommerkurs erhalten hatten.

Die Summer School hat ihren guten Ruf wegen ihrer Verdienste für die Förderung literarischer Übersetzungen auf folgende Weise gefestigt:
- durch die Förderung literarischer Übersetzungen mit dem Kontakt zwischen Schriftstellern und erwiesenermaßen verdienstvollen Übersetzern
- durch Erleichterung der Kontakte zwischen Übersetzern verschiedener Sprachen und verschiedener literarischer Traditionen
- durch Förderung des Dialogs unter den Übersetzern in Workshops, Diskussionen und Übersetzungsseminaren
- durch ein Ambiente, in dem junge Übersetzer von den Einsichten und Ratschlägen erfahrenerer Übersetzer profitieren können
- durch Erschließung neuer Arbeitsgebiete mit Schriftstellern und Übersetzern aus Lateinamerika und China.
- Einige der im Sommerkurs übersetzten Arbeiten wurden oder werden im Druck oder im Internet veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „In Other Words“ des BCLT enthält auch einige Auszüge aus den Debatten und Seminaren, die während der Summer School stattfanden.





WORKSHOPS ZUM THEMA ÜBERSETZUNGEN FÜR DAS THEATER
Seneffe (Belgien) - 9. November 2002 /11. Oktober 2003 - Europäisches Zentrum für literarische Übersetzungen (Centre Européen de Traducion Littéraire, CETL)


Das gesetzte Ziel war:
- die Teilnehmer in Bezug auf die Übersetzung für das Theater zu sensibilisieren.
- ein Bewusstsein für den Unterschied zwischen einer Theaterübersetzung für die Lektüre und einer Theaterübersetzung für die szenische Darstellung zu schaffen,
- die Studenten in Kontakt mit Fachleuten aus dem Theatermilieu zu bringen, darunter mit Schauspielern und Regisseuren, die stets ein Mitspracherecht an der abschließenden Version für die Aufführung haben.
All diese Ziele konnten in den Workshops und im direkten Kontakt mit den Fachleuten erreicht werden, und zahlreiche Studenten beabsichtigen, die Ausbildung fortzusetzen und den Weg der Übersetzung von theatralischen Texten einzuschlagen. Unter anderem wurde zur Maison Antoine Vitez in Montpellier Kontakt aufgenommen.
Es erwies sich, dass die Nachfrage nach Übersetzern für das Theater mit der Zeit zugenommen hat. Die Teilnehmer an den Workshops zur Theaterübersetzung des CETL zeigten sich interessiert, ihre Ausbildung fortzusetzen. Es wurde daher beschlossen, diese Art der Kurse vermehrt anzubieten und häufigere und engere Kontakte mit dem Theaterambiente herzustellen (Maison Antoine Vitez, Heinz Schwarzinger für das österreichische Theater, Pietro Pizzuti und das Theater Le Public in Brüssel, Thierry Debroux, Schauspieler und Regisseur aus Belgien, André Marcowicz, französischer Übersetzer des russischen Theaters etc.).
- Sensibilisierung für die spezifischen Eigenarten der Übersetzung für das Theater
- Sensibilisierung für die Bedeutung dieser Art der Übersetzung in der heutigen Welt
- Kontaktaufnahme mit dem Theaterambiente, d.h. mit Schauspielern, Regisseuren, Theaterübersetzern und -autoren
- Bildung kleiner Gruppen von Übersetzern für jede Sprache, die Lust haben, eine steigende Anzahl von zeitgenössischen Theaterstücken zu entdecken und bekannt zu machen, um sie in andere Kulturen zu "exportieren“.
Gesamtzahl der Teilnehmer: 31.





WORKSHOPS ZUR LITERARISCHEN ÜBERSETZUNG IN FREMDSPRACHEN
Seneffe (Belgien) - 30. November 2002 / 26. Oktober 2003 - CETL


Ziel war es, ausländische Literaturübersetzer (spanischer und niederländischer Herkunft) darauf vorzubereiten, die frankophone Literatur, darunter die belgische, in ihre Kultur (d.h. in die spanische bzw. die holländische und flämische) zu übertragen.
Dieses Ziel wurde voll und ganz erreicht, was die hervorragenden Ergebnisse bei den Prüfungsauswertungen beweisen. Zahlreiche Studenten beschlossen sogar, unseren belgischen Autoren französischer Sprache eine wichtige Übersetzungsarbeit zu widmen.
Dank der regelmäßigen Kontakte, die das CETL mit den wichtigsten Übersetzern niederländischer und spanischer Sprache pflegt, konnten die Teilnehmer Einblick in die Welt der Übersetzung, der Autoren und des Verlagswesens in den jeweiligen Ländern gewinnen. Einige haben sogar schon Übersetzungsaufträge in Aussicht.
Es wurde beschlossen, die Erfahrung der Ausbildung der literarischen Übersetzung in Fremdsprachen fortzusetzen, und mehrere Kandidaten zeigten sich interessiert, neue Sektionen für die Übersetzung vom Englischen ins Spanische und vom Französischen ins Portugiesische in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Orfeu in Brüssel zu eröffnen.
- Konsolidierung eines Ausbildungszyklus in Brüssel für die Übersetzung literarischer und damit auch geisteswissenschaftlicher Texte ins Spanische und ins Niederländische.
- Projekt der Eröffnung zweier neuer Sektionen: vom Englischen ins Spanische und vom Französischen ins Portugiesische.
- Möglichkeit für niederländische und spanische Verlage, Zugang zu einem Pool von literarischen Übersetzern zu erhalten, die von den bedeutendsten Fachleuten geschult wurden: In der Tat wissen Verleger, die steigenden Bedarf an guten Übersetzern haben, nicht immer, wo sie diese finden sollen. Dank der Einrichtung solcher Workshops hat das CETL längst eine Funktion als Kontaktstelle zwischen Verlegern/Nachfragenden und Übersetzern von hohem Niveau.
Gesamtzahl der Teilnehmer: 12.





XI. TAGE DER LITERARISCHEN ÜBERSETZUNG
Tarazona (Spanien) - 17./18./19. Oktober 2003 - Casa del Traductor


Die Tage der literarischen Übersetzung in Tarazona finden seit 1992 alljährlich statt. Es handelt sich um eine längst konsolidierte Veranstaltung, in der sich spanische Berufsübersetzer und Übersetzer und Fachleute aus der Übersetzungswelt aus anderen Ländern treffen.
Ziel dieser Tage ist es, eine Begegnung auf internationalem Niveau zu schaffen, bei der hervorragende Übersetzer, Schriftsteller, Dozenten und Forscher literarischer Übersetzungen aus verschiedenen Ländern zusammentreffen.
Anzahl der Teilnehmer: 225-250
Anzahl der Referenten: 20-22
Das Programm setzt den Schwerpunkt auf einen bedeutenden Schriftsteller, der die Eröffnungskonferenz übernimmt und auch an einem runden Tisch mit einigen seiner Übersetzer anderer Sprachen teilnimmt, die zu dieser Gelegenheit eingeladen werden. Bis heute haben an den Tagen der literarischen Übersetzung folgende Schriftsteller teilgenommen: Ana Mª Matute, Juan Goytisolo, Bernardo Atxaga, Julio Llamazares, Luis Mateo Díez, Enrique Vila-Matas, Alfredo Bryce Echenique, Manuel Sánchez Ostiz, Rosa Regàs Javier Tomeo. Zu den XI. Tagen der literarischen Übersetzung war der Schriftsteller Eduardo Mendicutti eingeladen worden.
Zu den Referenten gehören außerdem hervorragende Übersetzer, Kritiker und Fachleute für literarische Übersetzungen. An der Veranstaltung nehmen auch die beiden Preisträger des Nationalen Übersetzungspreises aus dem Vorjahr teil.
Ziel dieser Tage ist es, eine Begegnung auf internationalem Niveau zu schaffen, bei der hervorragende Übersetzer, Schriftsteller, Dozenten und Forscher literarischer Übersetzungen aus verschiedenen Ländern zusammentreffen. Die Sitzungen gliederten sich in Konferenzen, Workshops und Diskussionen, in denen Aspekte folgender Themen behandelt wurden:
- Veröffentlichung und Übersetzung spanischer Werke in Fremdsprachen und ausländischer Werke auf Spanisch
- Die Situation des Verlagswesens und der Übersetzung in Spanien
- Schriftsteller und Übersetzungen
- Die Rolle der Übersetzungstheorie in der Praxis literarischer Übersetzung
- Die Situation des professionellen Übersetzers und die Rolle der Übersetzerverbände.





NEUE HORIZONTE FÜR DIE DEUTSCHE BÜHNE
Februar / Juni 2003 - Goethe Institut


Ziel des Projekts ist
- die Förderung der Übersetzung von Werken der neuen deutschen Dramatik in verschiedene europäische Sprachen
- der Aufbau eines „Networks“ von Fachübersetzern für Theaterstücke
- das Angebot eines neuen, einfachen Zugangs zu den Übersetzungen, sowohl für die Dramaturgen und Intendanten im Ausland, als auch allgemein für das an zeitgenössischem deutschem Theater interessierte Publikum.

Interessenten finden unter www.goethe.de/theaterbibliothek eine Liste der verfügbaren Übersetzungen, die ganz ohne Gebühren einfach per E-Mail geordert werden können.
Zahlreiche Fachverlage haben bereits ihre Absicht bekundet, dem Projekt weitere Übersetzungen zur Verfügung zu stellen.
Die Unterstützung der Verlage und die Reaktion der Öffentlichkeit in ganz Europa (einschließlich der neuen Mitgliedsstaaten der EU) belegen das Interesse für das Projekt ebenso wie seinen Erfolg.

Das Projekt hat jedem Land ein Budget in Höhe von EUR 3.000,- bereitgestellt; diese Summe dient zur Finanzierung der Übersetzung von drei Werken, die aufgrund ihrer Qualität und Bedeutung im Kontext jedes Landes durch die örtlichen Goethe-Institute sowie ein deutsches Experten-Gremium ausgewählt wurden.

Im Rahmen des Projekts wurden so 41 Theaterstücke übersetzt und in der spanischen, englischen, französischen, italienischen, katalanischen bzw. griechischen Übersetzung zur Verfügung gestellt.
Im Jahr 2003 wurden insgesamt 739 Textbestellungen beantwortet, die meistenteils von Dramaturgen und Intendanten stammten.
Auf der Grundlage der übermittelten Texte konnten überall in Europa zahlreiche Inszenierungen und Theaterlesungen neuer deutscher Werke organisiert werden.
Das Projekt hat die Übersetzung in der – generell von Finanzierungssorgen geplagten – Theaterbranche vereinfacht.

Die „digitale Theaterbibliothek“ wurde so zum größten Anbieter von Übersetzungen neuer deutscher Theaterstücke.
Angesichts der Tatsache, dass rund 300 weitere Übersetzungen noch als Druckversion vorliegen, ist nun die Digitalisierung auch dieser Texte und ihre Aufnahme in die „digitale Theaterbibliothek“ geplant.
Das Förderprogramm für die Übersetzung neuer Theaterstücke – pro Jahr etwa 40 weitere Texte – wird fortgeführt.