Premio Grinzane Cavour


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PREMIO GRINZANE CAVOUR - EIN PREIS IN DEN HÄNDEN DER JUG.

Der Grinzane Cavour Preis entstand 1982 auf Initiative von Giuliano Soria, heutiger Präsident der Stiftung, und mit Unterstützung der Regione Piemonte, der Bank CRT und der Provincia von Turin. Sitz des Preises ist das im ersten Teil des XIII Jahrhunderts gebaute Schloß von Grinzane Cavour, im letzten Jahrhundert Wohnort des italienischen Staatsmannes Camillo Benso von Cavour. Grundziel des Preises ist, die Jugendlichen dem kritischen Lesen von Werken näherzubringen, die normalerweise nicht auf den Lehrplänen der Schulen stehen. Daraus folgte die Idee, den Preis von einer Jury vergeben zu lassen, die in zwei Kollegien geteilt ist: einem von Kritikern und einem von Schülern. Literaturkritiker, Essaysten, Schriftsteller, Journalisten und Persönlichkeiten aus der italienischen Kulturwelt bewerten zusammen mit zweihundertsechsundachtzig Schülern, Vertretern von elf italienischen und elf ausländischen Oberschulen bewerten die Werke im Wettbewerb. Die jungen Preisrichter werden aus den zweiundzwanzig Schulkollegien an den Oberschulen in Italien und den italienischen Gymnasien (Bruxelles, Buenos Aires, Rijeka, Paris, Prag, Berlin) und Universitäten (Fachbereiche von Italianistik in Moskau, Salamanca, Connecticut, Stockholm und Tokyo) im Ausland ausgewählt. Sie lesen die Werke im Wettbewerb selbständig für sich und bewerten sie in einer geheimen Abstimmung. Dieser Mechanismus garantiert ein in hohem Maße demokratisches Verfahren, weil Manipulationen und Verlagsstrategien weitgehend ausgeschlossen werden. Der Preis Grinzane Cavour versucht, in - und außerhalb der Schule eine neue Art des Lesens zu fördern, in der Überzeugung, daß es das Grundziel eines Literaturpreises sein muß, neue Leser zu gewinnen. Auch insofern wird das Abstimmungssystem der Besonderheit des Preises gerecht, als in den Jugendlichen die Protagonisten des zukünftigen literarischen und kulturellen Lebens des Land erkannt werden.

Die Sektionen des Preises
Der Grinzane Cavour Preis ist in sieben Sektionen unterteilt:
- Italienische Gegenwartsliteratur
- Ausländische übersetzte Gegenwartsliteratur
- Übersetzung
- Junger Anfänger
- Der internationale Preis, dem Lebenswerk eines Autors gewidmet (bisherige Preisträger sind: Julien Green, Günter Grass, Czeslaw Milosz, Carlos Fuentes, Bohumil Hrabal, Oe Kenzaburo, Yves Bonnefoy, Jean Starobinski, Vidiadhaur S. Naipul, Manuel Vázquez Montalbán, Doris Lessing, Daniel Pennac)
- Essaystik
- Zivilisation des Verlagswesens. Die Sektion, die 2001 anläßlich des 20jährigen Jubiläums des Preises gegründet wurde, ist nach Giulio Bollati, Symbolfigur der italienischen Verlagswelt, benannt. Prämiert wird jedes Jahr eine Persönlichkeit, die sich in der Welt des nationalen und internationalen Verlagswesens besonders verdient gemacht hat. 2002 ist der Preis dem französischen Intellektuellen André Schiffrin zugewiesen worden.

In den letzten Jahren sind die Preisvergaben des Grinzane ein wichtiger Indikator der Trends in der italienischen und ausländischen Literaturwelt gewesen. Der Preis hat zum Beispiel das Publikum auf Autoren wie Wole Soyinka, Nadine Gordimer, José Saramago, Günter Grass, Vidiadhaur S. Naipaul aufmerksam gemacht, bevor ihnen durch den Nobelpreises internationale Berühmtheit zuteil wurde. Unter den prämierten Autoren in den verschiedenen Sektionen sind die Italiener Primo Levi, Antonio Tabucchi, Sebastiano Vassalli, Vincenzo Consolo, Luigi Malerba, Raffaele La Capria, Roberto Pazzi, Raffaele Nigro, Salvatore Mannuzzu, Lalla Romano, Guido Ceronetti, Alberto Arbasino, Francesco Biamonti, Daniele Del Giudice, Filippo Tuena, Diego Marani, Arnaldo Colasanti, Margaret Mazzantini und Romana Petri; die Ausländer Michael Crichton, Jorge Amado, Paulo Coelho, Kurt Vonnegut, Bernard-Henri Lévy, Mario Vargas Llosa, Graham Swift, Cees Nooteboom, Tatjana Tolstaja, Michel Tournier, Ian McEwan, Izrail_ Metter, Adofo Bioy Casares, Anita Desai, Abraham B. Yehoshua, René Depestre, David Grossman, Alvaro Mutis, Yu Hua, Ismail Kadaré, Michael Cunningham, Chaim Potok, Alfredo Bryce Echenique, Christoph Hein, Ohran Pamuk. Zum 20jährigen des Grinzane wurde 2001 der afro-amerikanischen Schriftstellerin Toni Morrison ein Sonderpreis für ihr Engagement für die Kultur der Toleranz verliehen.

Die Aktivitäten des Grinzane Cavour Preis sind nicht auf die Auswahl und Prämierung literarischer Werke begrenzt, sondern er wirkt ebenso als eine kulturelle Stiftung und organisiert das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen. Neben Vorträgen werden Treffen und Podiumsgespräche mit Schriftstellern, Kritikern und Vertretern von Kulturinstitutionen über aktuelle Themen der literarischen Welt abgehalten.

1992 organisierte der Grinzane Cavour Preis, unter Mitwirkung des italienischen Außenministerium, die ersten Vorträge im Ausland, und zwar in den Städten, wo der Grinzane mit Schulkollegien vertreten ist. In Paris, im Italienischen Kulturinstitut, fand der internationale Vortrag "Die literarische Reise. Acht Schriftsteller gegenübergestellt" statt, an dem die französischen Schriftsteller Julien Green, Michel Tournier, Jean Lévi, der Albaner Ismail Kadaré und die Italiener Giorgio Calcagno, Manlio Cancogni, Luigi Malerba und Roberto Pazzi teilgenommen haben. Im selben Jahr wurden Isabella Bossi Fedrigotti, Franco Ferrucci, Rosetta Loy, Lorenzo Mondo, Nico Orengo, Sandra Petrignani und Francesca Sanvitale zur Podiumsdiskussion "Der Mythos des Ursprungs: ein literarisches Thema" nach New York eingeladen. 1995 hat der Preis eine Veranstaltung unter dem Titel "Italien der Gegenwart: dreizehn italienische Schriftsteller" in Salamanca organisiert, an der Francesco Biamonti, Vincenzo Consolo, Daniele Del Giudice, Raffaela La Capria, Gina Lagorio, Maurizio Maggiani, Luigi Malerba, Lorenzo Mondo, Raffaele Nigro, Nico Orengo, Giuseppe Pontiggia, Francesca Sanvitale und Emilio Tadini teilgenommen haben. 1997 folgte in Buenos Aires "Die Gesichter Italiens: Ursprung und Identität eines Landes": an vier Tagen, die mit Förderung der Regione Piemonte und unter Mitwirkung des italienischen Außenministerium stattfanden, widmeten sich Alberto Arbasino, Alessandro Barbero, Francesco Biamonti, Vincenzo Consolo, Valerio Magrelli, Salvatore Mannuzzu, Francesca Sanvitale, Raffaele La Capria, Gianni Minà, Giulio Einaudi und Gianni Vattimo in Vorträgen und Diskussionen der italienischen Kultur. Ebenso in Buenos Aires wurde 1998 wiederum mit Unterstützung der Regione Piemonte und des Außenministeriums eine Diskussion mit dem Titel "Die Grenzen der Literatur" veranstaltet: italienische und ausländische Schriftsteller setzten sich mit dem Verhaftet-Sein mit der eigenen Kultur und der Überwindbarkeit sprachlicher Grenzen auseinander. Teigenommen haben Bruno Arpaia, Alberto Asor Rosa, Daniele Del Giudice, Vincenzo Consolo und Normelio Zanotto. In Prag hat 1998 hat mit Unterstützung der Regione Piemonte und des Außenministeriums der Vortag "Prag: Kreuzweg von Kulturen" stattgefunden. Über die zentrale Rolle der tschechischen Hauptstadt in der kulturellen Geschichte Europas haben Francesco Biamonti, Daniele Del Giudice, Raffaele La Capria, Maurizio Maggiani, Valerio Magrelli, Paolo Mauri, Lorenzo Mondo, Nico Orengo, Giuliana Morandini, Giorgio Pressburger und Francesca Sanvitale diskutiert. Am 13. Dezember 1999 hat der Grinzane Cavour Preis anläßlich des 100. Todestages der Gräfin von Castiglione einen Vortrag in Paris organisiert. Virginia Oldoini, die Gräfin von Castiglione - seltsame historische Gestalt _ setzte geschickt ihre Schönheit zur politischen Intrige und im Spiel mit der internationalen Diplomatie ein. Durch ihre feine Verführungskunst gelang es ihr, Napoleon III zu gewinnen und ihm die italienische Sache und die Pläne von Cavour, ihrem Cousin, näherzubringen. Ein langer Aufenthalt der Gräfin im Schloß von Costigliole, einem der eindrucksvollen Sitze des Kulturparks, macht sie dem Grinzane Cavour Preis besonders lieb. Zum Vortrag in Paris hat der Grinzane auch das Grab der Gräfin im Monumentalfriedhof Père Lachaise restaurieren lassen. An dem Treffen im italienischen Kulturinstitut in Paris waren Vertreter der italienischen und französischen Kultur anwesend: Alberto Arbasino, Corrado Augias, Martina Corgnati, Alain Decaux, Alain Elkann, Michele Falzone del Barbarò, Daria Galateria, Cecilia Ghibaudi, Françoise Heilbrun, Giuliano Soria, Françoise Tétart-Vittu. Vom 9. bis zum 14. Februar 2000 hat während der Habana Buchmesse auf Kuba die Veranstaltung "Literaturen im Vergleich" stattgefunden, deren Ziel es war, das Gespräch zwischen italienischer und kubanischer Literaturwelt zu fördern. Verschiedene literarische Themen sind behandelt worden: "Kuba mit Augen der anderen gesehen", "Reelle und imaginäre Heimaten", "Weibliche Erzählung in Kuba und in Italien", "Katholizismus, Protestantismus und Heiligtum in Kuba", "Der historische Roman als Erzählung der Gegenwart", "Die jüngste literarische Generation stellt sich vor", "Dichtung, universale Aufregungen?", "Gestalten, Atmosphären, Geschichten der Mysterienliteratur", "Die Übersetzung als Austausch von Kulturen". Zu den vielen beteiligten Schriftstellern und Intellektuellen zählten die Italiener Irina Bajini, Massimo Carlotto, Marcello Fois, Gina Lagorio, Carlo Lucarelli, Luther Blisset, Maurizio Maggiani, Dacia Maraini, Valerio Magrelli, Silvio Mignano, Gianni Minà, Nico Orengo, Tiziano Scarpa, Stefano Tassinari, Simona Vinci, Lorenzo Mondo, Giuseppe Bellini, Emilia Perassi, Giampiero Schibotto und die Kubaner Daniel Chavarría, Carlos Martí, Arturo Arango, Miguel Mejides, Pablo Fernández, Marylin Bobes, Mirta Yáñez, Senel Paz, Julio Travieso Serrano, Alexis Díaz Pimienta, Cintio Vitier. Darüber hinaus hat der Grinzane für die "italienische Woche" eine Reihe besonderer Veranstaltungen organisiert: u. a., eine Hommage an Cintio Vitier (achtzigjähriger kubanischen Dichter, Premio Nacional); die Treffen über Italo Calvino und Pinocchio ; die Inauguration eines Literaturpreises in Kuba und die Präsentation einiger italienischer Zeitschriften der Hispanistik. Auch zur internationalen Buchmesse in Buenos Aires vom 2. bis zum 6. Mai 2000 hat der Grinzane Cavour Preis eine Reihe kultureller Veranstaltungen organisiert, an der die italienischen Schriftsteller Luca Doninelli, Maurizio Maggiani, Paolo Maurensig, Lorenzo Mondo, Nico Orengo, Laura Pariani, Roberto Pazzi, Sandra Petrignani, Giorgio Van Straten und Sandro Veronesi teilgenommen haben. An der Biblioteca Nacional von Buenos Aires wurde außerdem der Vortrag "Wiederkehrende Mythen" organisiert, und am 4. Mai, in Erinnerung an den 50. Todestag von Cesare Pavese, fand eine weitere Veranstaltung statt, an der Guido Davico Bonino, Lorenzo Mondo, Marziano Guglielminetti, Horacio Armani (Übersetzer von Pavese und argentinischer Dichter), der Essayst Miguel Espejo und der Schriftsteller Alvaro Abós mitwirkten. Am 5. Mai hat die italienische Theatergesellschaft 'Assemblea Teatro' das Stück "Gespräche" (nach Pavese aus 'Gespräche mit Leucò') aufgeführt (Regie von Renzo Sicco; mit Gisella Bein, Lino Spadaro und Lola Manzano González). Außerdem fand ein Treffen mit dem Titel "Turin: Literatur und anderes" statt. Teilnehmer waren die Schriftsteller Guido Davico Bonino, Lorenzo Mondo, Nico Orengo und Marziano Guglielminetti, die in ihren Werken Turin sowohl als Protagonistin als auch als Hintergrund für ihre literarischen Geschichten benutzt haben. Weitere Treffen mit italienischen Schriftstellern wurden in Córdoba, La Plata und Mendoza abgehalten. Am 5. Mai wurde in Zusammenarbeit mit den Zeitungen "La Repubblica" (Roma) und "Clarín" (Buenos Aires) der Wettbewerb "Il mito del viaggio" vorgestellt. Am 3. und 4. November 2000 hat der Grinzane mit Unterstützung der Regione Piemonte und unter Mitwirkung des Außenministeriums einige Veranstaltungen organisiert, um an zwei wichtige piemontesische Autoren zu erinnern: Cesare Pavese und Beppe Fenoglio. Am 3. November fand im italienischen Kulturinstitut eine Hommage an Cesare Pavese statt, an der Gian Luigi Beccaria, Francesca Billiani, Marziano Guglielminetti, Renato Minore, Lorenzo Mondo, Brian Moloney, Rossella Riccobono, Doug Thompson, Bart Van der Bossche und Sharon Wood teilgenommen haben. Am Abend zeigte das italienische Theaterensemble 'Teatro dell'Angolo' das Stück "Fäuste in die Luft. Cesare Pavese gewidmet" (Regie von Giorgio Boccassi, mit Giorgio Boccassi, Donata Boggio Sola, Vanni Zinola). Am 4. November hat dann im Kino Lumière eine Hommage an Beppe Fenoglio stattgefunden, mit Gian Luigi Beccaria, Roberto Bigazzi, Ugo Cerrato, Philip Cooke, Peter Hainsworth, Lorenzo Mondo, Enrico Palandri und Jonathan Usher. Am selben Abend wurde der Film "Der Partisan Johnny" von Guido Chiesa in englischer Fassung vorgeführt (mit Stefano Dionisi, präsentiert auf dem Festival von Venedig 2000).
Der Grinzane Cavour Preis beteiligte sich unter Mitwirkung des italienischen Außenministeriums, des italienischen Kulturinstituts von Tokyo, der Stiftung 'Italien in Japan 2001', der Regione Piemonte und der Stadt Turin am 20. und 21. April 2001 an der Veranstaltung 'Italien in Japan 2001': einer großen Ausstellung italienischer Kunst, Kultur, Technik und Schaffenskraft. Elf italienische Schriftsteller -- Alberto Arbasino, Vincenzo Cerami, Ernesto Ferrero, Raffaele La Capria, Valerio Magrelli, Lorenzo Mondo, Nico Orengo, Giorgio Pressburger, Elisabetta Rasy, Francesca Sanvitale und Tiziano Rossi -- waren die Protagonisten der literarischen Treffen auf der Buchmesse von Tokyo und an der Universität von Gaigo.
Vom 11. bis zum 15. Juli 2001 hat der Grinzane Cavour Preis die Veranstaltung "Albanien, diese Unbekannte. Schriftsteller zwischen zwei Ufern" organisiert: eine Reihe von Treffen zwischen italienischen und albanischen Schriftstellern, Intellektuellen und Journalisten. Der Veranstaltung haben Giacomo Annibaldis, Edoardo Albinati, Vito Bruno, Mimmo Candito, Massimo Carlotto, Eraldo Affinati, Predrag Matvejevic, Raffaele Nigro, Lorenzo Mondo, Nico Orengo, Silvio Perrella, Younis Tawfik und die Journalisten Ettore Boffano, Maria Giovanna Maglie, Andrea Purgatori, Gian Antonio Stella beigewohnt. Die Treffen wurden mit Unterstützung der Regione Piemonte, des Italienischen Kulturinstituts von Tirana, des Hauses des Buches und der Kommunikation von Tirana sowie unter Mitwirkung des italienischen Außenministerium und in Zusammenarbeit mit Aliatlia und der italienischen Botschaft von Tirana realisiert.
Weitere Aktivitäten des Grinzane reichen von den 'Grinzanelektüren' (jährliche Forschungen über das Leseverhalten von Jugendlichen, 1998 über Jugendliche und Bibliotheken) über Initiativen wie 'Für die Zeitung schreiben' und 'Cartabianca' (Schüler versuchen sich als Journalisten und schreiben Zeitungsartikel) bis hin zu vielen anderen Wettbewerben für Jugendliche: "Die Wissenschaft schreiben", "Schreib die Weinlandschaft" und "Mäzen heute. Ideen für die Zukunft".
Von 1997 an hat 'Grinzanelektüren' sein Tätigkeitsfeld nach Europa ausgeweitet und 'GrinzaneEuropa' ins Leben gerufen. Die Forschungsarbeit, eine der ersten in Europa auf diesem Gebiet, wird von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft und vom Ministerium der Kulturgüter gefördert, zusammen mit der Stiftung Agnelli und der Gesellschaft von San Paolo von Turin. Die Ergebnisse werden jedes Jahr am Salon du Livre von Paris von Experten vorgestellt und diskutiert. Grundziel der ersten Forschung war es, die Lesegewohnheiten der Jugendlichen und ihren Gebrauch der Freizeit kennenzulernen. "GrinzaneEuropa '99: das Lesen in Europa. Jungendliche von Europa, nationale und ausländische Literaturen" führt das Ziel der Forschung von 1997 fort. Außerdem wird versucht, die literarischen Vorzüge der jungen europäischen Leser zu erforschen, die sie am meisten beeinflußt und angezieht. "GrinzaneEuropa 2000: Jugendliche von Europa, Literatur und Musik" hat Jugendlichen aus acht europäischen Ländern (Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Luxemburg, Griechenland, Deutschland und Großbritannien) in einer Forschung über die Beziehungen zwischen Musik und Literatur einbezogen. "GrinzaneEuropa 2001: Jugendliche von Europa und Musik" wurde dagegen unter den Schülern verschiedener Gymnasien von Lissabon, Madrid, London, Luxemburg, Paris und Rom durchgeführt. Seit 2001 gehören die Forschungen 'GrinzaneEuropa' zum Programm zur Förderung des Buches, des Lesens und der Übersetzung 'Grinzane-Europa'.
1994 entsteht der Kulturpark des Grinzane Cavour Preis, ein Projekt zum Schutz und der Pflege einiger piemontesischer Gebiete (Langhe und Monferrato), das von der Regione Piemonte unterstützt wird. Hauptsitz des Kulturparks ist das Schloß von Costigliole d'Asti. Unter die verschiedenen Initiativen fällt das Grinzane Festival mit Aufführungen ausgewählter italienischer und internationaler Theaterinszenierungen und anderer kultureller Veranstaltungen auf piemontesischem Gebiet, mit Ausstellungen, literarischen Preisen (Cesare Pavese Preis und Hanbury Botanische Gärten Preis) und Wettbewerben für die Auswertung der materiellen Kultur.
Im März 2001 hat die Unesco eine Konvention mit dem Grinzane Cavour Preis unterschrieben und als' herausragende Struktur in der Landschaft der internationalen Kultur' anerkannt.