IPLB - Portugiesisches Institut des Buches und der Bibliotheken


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Mit dem Ziel, eine globale Politik für den Buchsektor zu entwickeln, wurde im Jahre 1980 vom Kulturministerium das Portugiesische Institut des Buches gegründet. Innerhalb seines Aufgabenbereiches räumte dieser Organismus die Priorität dem Erfordernis ein, die Differenzierung des Verlagsangebotes zu erweitern und folglich eine Politik zur Unterstützung des Verlagswesens zu definieren. Außerdem hat die schrittweise Bewusstwerdung, dass die Entwicklung des Verlagsangebotes in enger Beziehung zur Leseförderung steht, die Notwendigkeit hervorgerufen, ein Programm für ein Netz öffentlicher Bibliotheken aufzustellen. Darüber hinaus hatte man erkannt, dass für die Festlegung und die Umsetzung von Politiken zur Entwicklung des Verlagswesens und der Leseförderung in afrikanischen Ländern, deren Amtssprache Portugiesisch ist, eine gewisse Entschlossenheit notwendig ist, wie auch für die Ausarbeitung von Strategien mit dem Ziel, portugiesische Autoren und literarische Werke im Ausland zu fördern. In diesem Kontext wurde im Jahre 1987 das Portugiesische Institut des Buches und der Leseförderung (IPLL) gegründet.
Später, im Jahre 1992, als man im Kulturministerium eine vertikale Politik für kulturelle Bereiche einsetzen wollte, hörte das IPLL zu existieren auf und vereinigte sich mit der Nationalbibliothek, woraus das Institut der Nationalbibliothek hervorging, dessen Ziel es war, das Buch zu verbreiten und das Lesen zu fördern.
Die mit diesen beiden Aspekten verbundenen, unterschiedlichen Problematiken haben ermöglicht zu verstehen, dass diese institutionelle Lösung keine höhere Wirksamkeit herbeigeführt hatte. Andererseits wurde erkannt, dass es, um die Lesegewohnheiten zu bestärken, erforderlich war, ein nationales Programm zur Leseförderung aufzustellen, das die öffentlichen Bibliotheken in ihrer Bemühung unterstützen sollte, das Publikum der Leser zu erweitern.
Desweiteren hat die Entwicklung der neuen Informationstechnologien in Kombination mit den strukturellen Schwierigkeiten des Buchsektors die Notwendigkeit aufgezeigt, eine integrierte Politik ausgehend vom Autor bis zum Leser zu definieren, die deutlich machen sollte, dass das Buch neben seinem kulturellen Wert auch ein wirtschaftliches Gut darstellt und dass es als solches verstanden und unterstützt werden muss.
So wurde im Jahre 1997 das Portugiesische Institut des Buches und der Bibliotheken (IPLB) gegründet.

FÖRDERPROGRAMM
Die Garantie der Zugänglichkeit zu Büchern von Seiten der Bürger als bevorzugtes Mittel zur Verbreitung der Sprache und der Kultur ist die Leitlinie des Portugiesischen Institutes des Buches und der Bibliotheken. In diesem Sinn setzt das IPLB unterschiedliche Programme ein, die aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen. Die Anwendung der Förderprogramme betrifft die Ausbildung, das Verlagswesen, die Förderung und Verbreitung und das Netz der öffentlichen Bibliotheken.
Die wesentlichen Ziele der laufenden Programme sind folgende:
- die Entstehung literarischer Werke mit kulturellem Schwerpunkt fördern
- den portugiesischen Buchbestand bewahren, bereichern und verbreiten zur Diversifizierung des Angebotes beitragen
- die besten Produktionsbedingungen garantieren
- den Umlauf der Bücher und deren Zugänglichkeit von Seiten der Bürger garantieren
- die Lesegewohnheiten der Portugiesen fördern und festigen.